Archiv der Kategorie 'Veranstaltungshinweis'

Vortrag: Völkisch-antisemitischer Tierschutz

Neonazis sammeln Decken und Futter für Tiere, tauchen bei Tierrechtsdemonstrationen auf und verteilen Flyer gegen Zirkusse mit Tieren. Viele sind erschrocken, dass Neonazis das Thema „Tierausbeutung“ aufgreifen und deuten dies als eine „Modernisierung“ der rechten Szene. Im Vortrag soll gezeigt werden, dass es Traditionslinien rechter Gedankenmuster gibt, die sich bis in die völkische Bewegung zurückverfolgen lassen. Anhand ausgewählter Biografien werden Tendenzen völkisch-antisemitisch geprägter Tierschützer*innen aufgezeigt und diskutiert.

Veranstaltet von „AK Aktionswochen gegen Antisemitismus“ und „AK greenhouse education“ und gefördert von der Amadeu-Antonio-Stiftung. Der_Die Referent*in ist aktiv beim Verein die tierbefreier e.V. und beim Projekt das tierbefreiungsarchiv.

Datum: 29.11.2014// Ort: Cafe Courage Döbeln// Einlass: 18:00 Uhr// Beginn: 19:00 Uhr

Publikationshinweis: Die Amadeu Antonio Stiftung hat eine Publikation zur völkischen Siedlungsbewegung herausgegeben, die wir an dieser Stelle empfehlen möchten. Die Publikation findet ihr hier

Grüne Toleranz auf Sommertour

… lanhe haben wir nichts von uns hören lassen, aber totgesagte leben länger.
Aktivist_innen der GT werden in diesem Jahr ins Rheinland aufbrechen um sich dort am diesjährigen Klimacamp zu beteiligen. Angeboten werden zwei Workshops. Zum einen ‚Vielfalt statt Einfalt‘ – ein Workshop zu politischen Aktionsformen und einen Multimedia- Vortrag zum Braunkohleabbau in der Lausitz.

Das Programm findet ihr hier, genauere Beschreibungen der einzellnen Workshops findet ihr hier

Unterstützt die emanzipatorischen Kämpfe in der Region in der ihr lebt und weltweit.

Buchvorstellung mit Cecile Lecomte

„Kommen sie da runter!“
Kurzgeschichten und Texte aus dem politischen Alltag einer Kletterkünstlerin

„Kommen Sie da runter!“ – das ist der Satz, den die in Deutschland lebende Französin Cécile Lecomte, bei ihren politischen Aktionen am öftesten hört. Er wird von der Polizei ausgesprochen und zeigt zugleich deren Verwirrung und Ohnmacht, wenn sie den Bütteln des Atomstaats mit unzähligen Kletteraktionen auf der Nase herumtanzt.

In ihren Kurzgeschichten erzählt die als „Eichhörnchen“ bekannte Kletteraktivistin von ihren oft spektakulären Aktionen des zivilen Ungehorsams für eine Welt ohne Agro-Gentechnik, Atomprojekte, Kriege und Klimakiller.

Der Staat und seine Repressionsorgane haben sie ins Visier genommen und an ihr ganz neue, willkürliche Formen der Freiheitsbeschränkung vorexerziert: die Ausweitung der präventiven Ingewahrsamnahme; frei erfundene Anklagen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt; absurde Gerichtsverfahren; Überwachung; Knast.

Doch Cécile Lecomte konnten sie nicht brechen: Sie kletterte Wände in Verhandlungsräumen, Gerichtsfassaden und nast-Innenhöfen hoch! Sie hat in all den Jahren ihres Aktivismus viel erlebt. Genau davon erzählen ihre Kurzgeschichten. Sie sind mal fröhlich und mal ernst geschrieben und erinnern daran, dass Widerstand eine Frage unbegrenzter Phantasie sein kann.

“Ich habe jedenfalls oft vor Lachen am Boden gelegen und an anderen Stellen musste ich echt schlucken“ so der Kommentar einer Leserin.

Die Lesung findet am 15.03.2014 im Cafe Courage (Bahnhofstraße 56/ 04720 Döbeln) des Treibhaus e.V. in Döbeln statt. Beginn der Lesung ist ab 19:00 Uhr, das Cafe Courage öffnet um 18:00 Uhr.
Die Veranstaltung ist gemeinsam organisiert vom AK greenhouse education, dem Treibhaus e.V. Döbeln und dem Verlag Graswurzelrevolution.

Eine historische Spurensuche zwischen Tierschutz und Antisemitismus

„Hitler war auch Vegetarier“ oder „Die Nazis haben das erste umfassen­de Tierschutzgesetz gemacht“ – wer kennt nicht die üblichen Floskeln zur Abwertung der Tierrechts-​/befreiungsbewegung. Gibt es einen
his Hintergrund für diese losen Behauptungen und wie können sie analysiert und dekonstruiert werden?

Gemeinsam werden wir auf eine Spurensuche durch die Geschichte zwi­schen 1933 und 1945 gehen. Zu Beginn werden wir Personen und Organisationen betrachten die während der NS-Zeit (und teilweise davor) Tierschutz betrieben haben oder sich der vegetarischen Bewegung zu ordneten. Dies wird an den Beispielen der Obstbau Kolonie Eden (in Oranienburg) und dem „Vater des 1. Tierschutzgesetztes“ Karl Craemer getan.
Im zweiten Teil werden wir uns den möglichen Hintergründen für Tier­schutz im „Dritten Reich“ widmen. War dieser Teil der NS-​Ideologie oder konnte er als Instrument für andere Zwecke gebraucht werden?
Der letzte Teil des Referates beschäftigt sich mit Unterwanderungsversuchen der ‚Neuen Rechten‘ in Tierschutz-/ Tierrechtsgruppen.
Im Anschluss an das Referat besteht die Möglichkeit zu einer offenen
Diskussion.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Die Veranstaltung findet gemeinsam mit der Tierrechtsgruppe Dresden statt. Vor dem Vortrag findet der monatliche Soli-Brunch im AZ Conni statt (Beginn 11:00 Uhr)
Veranstaltungsort: AZ Conni (Dresden) Beginn: wird noch bekannt gegeben

Die Konstruktion vom Anderssein – Psychiatrie gestern und heute

ACHTUNG: Leider fällt die Veranstaltung wegen zu geringer Beteiligung aus, die Organisator_innen versuchen 2014 einen weiteren Versuch

Wir möchten euch auf ein sehr spannendes Seminar hinweisen. Veranstaltet wird es von Menschen des Treibhaus e.V. Döbeln und der Brücke Most Stiftung .

13. – 14. Dezember

Die Konstruktion vom Anderssein – Psychiatrie gestern und heute

Was ist normal? Was anders? Gibt es wertvolleres Leben? In diesem Seminar
wollen wir uns damit beschäftigen, wie „Normal-“ und „Anders“-Sein im
jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Kontext gedeutet wird und
welche Folgen dies für diejenigen hat, die abweichen von der gesetzten
Norm.

Neben der Euthanasie, also der Vernichtung von Menschen mit vermeintlicher
geistiger Behinderung und psychischer Krankheit, spielt der Umgang mit den
Abweichlern auch heute heute eine große Rolle: Wird der Wert eines
Menschen nicht maßgeblich an seiner marktwirtschaftlichen Produktivität
gemessen?

Wir laden ein zur Diskussion!

Auf diesem Seminar wollen wir gemeinsam über den Umgang mit dem
vermeintlich Anderen Nachdenken. Neben einem Vortrag zur Geschichte der
Psychiatrie, beschäftigen wir uns mit einzelnen Biografien, und fahren
nach Pirna Sonnenstein – in den Jahren 1940 und 1941 wurden hier 13 720
Menschen im Rahmen des „Euthanasie-Programms“ ermordet. Alternativen zur
klassischen psychiatrischen Praxis werden aufgezeigt.

Das Seminar richtet sich an alle Interessierten. Besonders auch an
Menschen, die im sozialen oder pflegerischen Bereich aktiv und tätig sind,
oder an Multiplikator/innen der politisch-historischen Bildung.

Zu unserer Planung bitten wir um frühzeitige Anmeldung! Der
Teilnahmebeitrag beträgt 65,00€ für Erwachsene / Erwerbstätige bzw. 35,00€
für Jugendliche / Erwerbslose inkl. Programm, Unterbringung und
Vollpension. Sollte der Teilnahmebeitrag ein Hinderungsgrund für die
Anmeldung sein, wenden Sie sich bitte an uns, und wir versuchen mit Ihnen
gemeinsam eine Lösung zu finden.

Veranstalter_innen: Brücke Most Stiftung
und Treibhaus e.V. Döbeln

Ort:Dresden/Pirna
Uhrzeit: 10:30
Kontaktperson: s.gaertner@bmst.eu




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